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wie wenige im Ungluͤck ſich unſerer annehmen— dann erſt gedenken wir der Mutter, die wir verloren haben. Ich hatte zwar meine Mutter immer ge⸗ liebt, ſelbſt in meinen leichtſinnigſten Tagen, allein ich fuͤhlte, wie wenig uͤberlegt und erſprießlich meine Liebe geweſen war. Mein Herz brach, wenn ich an die Tage der Kindheit zuruͤckdachte, wo ich von Mutterhand geleitet, im Mutterarm in Schlaf gewiegt wurde, und keine Sorgen oder Schmerz kannte. O, meine Mutter! rief ich aus, indem ich mein Geſicht abermals in das Gras des Gra⸗ bes verbarg; waͤre ich nur einmal wieder an dei⸗ ner Seite, und ſchliefe, um nie wieder zu den Sorgen und Muͤhen dieſer Welt zu erwachen!
Ich yabe von Natur kein krankhaft weichliches Gemuͤth, und die Heftigkeit meiner Bewegung er⸗ ſchoͤpfte ſich allgemach. Es war ein aufrichtiger, redlicher, natuͤrlicher Erguß des Kummers, wel⸗ cher ſich allmaͤhlig in mir angehaͤuft hatte, und der mich itzt wunderbar erleichterte. Ich ſtand von dem Grabe auf, als ob ich ein Opfer dargebracht haͤtte, und mit dem Gefuͤhle, daß dieſes Opfer an⸗ genommen worden ſey.
Ich ſetzte mich abermals in dem Graſe nieder
und riß einzeln das Unkraut vom Grabhuͤgel aus. Die Zaͤhren rollten langſamer meine Wangen hinab, und
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