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ziſchen Regeln abgefaßt waren, und alles Unrecht⸗ maͤßige konnte man in guter Geſſellſchaft unmoͤglich dulden. Ich hatte indeſſen, Dank ſey es meinem guten Geſtirn, die Jugend und den Reiz der Neu⸗ heit auf meiner Seite; die jungen Damen blieben alſo dabei, meine Gedichte, Horaz und der Unrecht⸗ maͤßigkeit zum Trotz, zu bewundern.
Ich troͤſtete mich mit der guten Meinung der jungen Damen, von denen ich immer gefunden hatte, daß ſie die beſten Richterinnen uͤber Gedichte waren. Was dieſe alten Gelehrten betrifft, ſagte ich, ſo ſind ſie dadurch ganz erkaltet, daß ſie in die froſtige Quelle der Klaſſiker getaucht haben. Indeſſen fuͤhlte ich doch, daß ich an Anſehen verlor, und daß es noͤthig ſey, die Sache zur Entſcheidung zu bringen. Gerade um dieſe Zeit war ein oͤffent⸗ licher Ball, wo ſich die beſte Geſellſchaft des Ortes und die Angeſeheneren aus der Nachbarſchaft ver⸗ ſammeln ſollten; ich gab mir bei dieſer Gelegenheit
große Muͤhe mit meiner Toilette, und hatte nie beſſer ausgeſehen. Ich war entſchloſſen, dieſen
Abend einen Hauptangriff auf das Herz der jungen Dame zu machen, es mit aller Macht zu beſtuͤr⸗ men, und es am naͤchſten Morgen ſurnch zur Uebergabe aufzufordern.
Wie gewoͤhnlich, entſtand ein Gefluͤſter und eine


