Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

XI mehr hatte, wie roſig auch die Lippen waren, von denen es kam.

Ich verſuchte zu leſen, aber mein Geiſt konnte ſich nicht ſammeln; ich blaͤtterte Band auf Band durch, warf aber alle mit Mißvergnuͤgen weg. Nun gut, ſagte ich am Ende voll Verzweiflung, wenn ich kein Buch leſen kann, ſo will ich eines ſchreiben. Es konnte keinen gluͤcklicheren Ge⸗ danken geben: er verſchaffte mir zu gleicher Zeit Beſchaͤftigung und Unterhaltung.

In alten Zeiten hielt man das Schreiben eines Buches fuͤr ein ſehr muͤhſames und ſchwe⸗ res Unternehmen, ſo daß man die allerunbedeu⸗ tendſte litterariſche Unterſuchung einWerk nannte, und die Welt mit Scheu und Ehrfurcht von den Arbeiten der Gelehrten ſprach. Alles dieß verſteht man itzt viel beſſer. Dank ſey es den Verbeſſerungen, die man bei allen Arten von Manufaktur eingefuͤhrt hat, die Kunſt des Buͤchermachens iſt auch dem allergewoͤhnlichſten Verſtande zugaͤnglich gemacht worden. Jedermann ſchriftſtellect. Das Zuſammenſchreiben eines Quartbandes iſt ein bloßer Zeitvertreib fuͤr Muͤſ⸗ ſiggaͤnger; ein junger Mann von Erziehung bringt