Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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X

Rheins hinauf unterbrochen worden, und Unpaͤß⸗ lichkeit halber in der alten Grenzſtadt Mainz liegen bleiben muß! Jede Quelle der Unterhal⸗ tung iſt erſchoͤpft; ich kenne den Ton einer jeden Uhr, die in dieſem Orte ſchlaͤgt, jeder Glocke die gelaͤutet wird; ich weiß, auf die Sekunde, wann ich den erſten Schlag der Preußiſchen Trommel hoͤren werde, welcher die Garniſon zur Parade ruft, oder in welcher Stunde die ent⸗ fernten Toͤne der Oeſterreichiſchen Regimentsmuſik erſchallen werden. Alles dieſes bin ich uͤberdruͤſſig geworden, und ſelbſt der wohlbekannte Tritt mei⸗ nes Arztes, wenn er langſam den Gang herauf⸗ kommt und ſchon das Knarren ſeiner Schuhe die Heilung verkuͤndet, gewaͤhrt mir keine ange⸗ nehme Unterbrechung mehr fuͤr die Einfoͤrmigkeit meines Stubenlebens.

Eiine Zeitlang ſuchte ich den Lauf der traͤgen Stunden dadurch zu befluͤgeln, daß ich bei der artigen kleinen Tochter meines Wirths, Katha⸗ rina, Deutſch lernte; allein ich fand bald daß ſelbſt das Deutſche nicht die Kraft beſaß, einem abgeſtumpften Ohre zu ſchmeicheln, und daß das Conjugiren vonich liebe keine Gewalt