Die Bibliothek in Cockloft⸗Hall.
Es waͤre eine Suͤnde, von Cockloft⸗Hall zu ſprechen und der Bibliothek zu vergeſſen, da ſie ſich in Bezug auf Nuͤtz⸗ lichkeit und Excentricitaͤt mit der bunten Sammlung des be⸗ ruͤhmten Helden von La Mancha vergleichen laͤßt.
Sie iſt groͤßtentheils von meinem Großvater geſammelt worden, der weder Muͤhe noch Koſten ſparte, ſich Abdruͤcke von den aͤlteſten, wunderlichſten und unertraͤglichſten Buͤchern zu verſchaffen, die je in England, Schottland und Irland ausgeheckt worden ſind. Es iſt eine Familienſage, daß der alte Herr einſt ein großes Feſt gab, weil er in den Beſitz eines Exemplars einer Strafrede gekommen war, welche der Erzbiſchoff Anſelm gegen den unziemlichen Luxus der lang⸗ ſchnaͤbeligen Schuhe, wie ſie von den Hoͤflingen jener Zeit getragen worden, geſchrieben hatte: er hatte dieſelbe von ei⸗ nem ehrlichen Ziegelſtreicher in der Nachbarſchaft gekauft und nur vierzigmal mehr dafuͤr gegeben, als ſie werth war. Er hatte ohne Frage eine ſeltſame Verehrung fuͤr alte Schriftſteller und ſeine groͤßte Lobrede auf die Bibliothek war, daß ſie aus Buͤchern beſtand, welche in andern Bib⸗ liotheken nicht zu finden oder nicht mehr im Buchhandel zu dekommen waͤren. Der Grund davon war, wie ich denke,


