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nennt) verſichert wurde, daß wenigſtens der fuͤnfte Theil derſelben— eine Seele hat? So unglaublich Dir dies auch ſcheinen mag, ſo bin ich um ſo geneigter zu glauben, daß ſie im Beſitz dieſes fuͤrchterlichen Luxusartikels ſind, als ich ſelbſt einige Erfahrungen deshalb gemacht habe und von andern Aehnliches hoͤre. Bei einem Gang durch die Straßen ſah ich ein allerliebſt ausſehendes Weibchen, die Seele genug hatte, ihres Mannes Ohren zu ſeines Her⸗ zens Zufriedenheit zu zerblaͤuen und ſelbſt mein Schnurbart zitterte vor Unwillen uͤber den verworfenen Zuſtand dieſer armen Unglaͤubigen. Man ſagt mir ferner, einige der Frauen haͤtten Seele genug, ſich der Hoſen der Maͤnner zu bemaͤchtigen; ich denke jedoch, dieſe ſeyen verheirathet und eingeſperrt; denn ich habe, bei meinen Wanderungen, keine geſehen, die dieſe Bekleidung getragen haͤtte; andere, hoͤr' ich, haben Seele genug, zu ſchwoͤren— ja, bei dem Bart des großen Omar, der dreimal zu den 124000 Pro⸗ pheten unſeres heiligſten Glaubens betete und in ſeinem Le⸗ ben nur einmal ſchwor— ſie ſchwoͤren in der That, Aſem!
Gehe in die Moſchee, guter Aſem, danke unſerm heilig⸗ ſten Propheten, daß er ſo huldvoll der Ruhe aller treuer Muſelmaͤnner gedacht und ihnen Weiber gegeben hat, die nicht mehr Seele haben als Katzen und Hunde und andere nothwendige Hausthiere.
Du wirſt ohne Zweifel begierig ſeyn zu hoͤren, wie wir in dieſem Lande empfangen wurden und wie wir von einem Volke behandelt werden, das wir gewohnt waren als ein unerleuchtetes und barbariſches zu betrachten.


