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ſich auch anſtrengen: dieſer Grund kann jedoch, offen geſtan⸗ den, nicht auf uns angewendet werden.
Udber zwei oder drei Dinge wollen wir indeſſen das Publikum gratis belehren, beſonders weil es uns Vergnüͤ⸗ gen macht und angemeſſen ſcheint, daß ſie bekannt werden, und zum Theil, weil wir nicht wuͤnſchen, daß im Anfang un⸗ ſerer Bekanntſchaft ſich eine Mishelligkeit zwiſchen uns draͤnge.
Unſere Abſicht iſt einfach die Jugend zu unterrichten, das Alter zu beſſern, die Stadt zu reformiren und das Zeital⸗ ter zu geißeln: das iſt ein ſchweres Unternehmen und daher beginnen wir es mit Vertrauen. Wir beabſichtigen zu die⸗
ſem Zweck ein treffendes Bild von der Stadt aufzuſtellen;.
und da jeder ſeine eigene Fratze auf der Leinwand ſehen will, ſo dumm oder haͤßlich ſie auch ſeyn mag, ſo zweifeln wir nicht, daß die ganze Stadt zu unſerer Ausſtellung ſtroͤ⸗ men werde. Unſer Gemaͤlde wird nothwendig eine große Mannigfaltigkeit von Figuren umfaſſen; ſollte irgend einem Herrn oder einer Dame die Aehnlichkeit ſeines oder ihres Portraits nicht gefallen, ſo koͤnnen ſie die uͤble Laune da⸗ durch zerſtreuen, daß ſie uͤber die Portraits ihrer Nachbarn lachen— das iſt die ſogenannte poetiſche Gerechtig⸗ keit. 3
Wir halten uns, wie alle aͤchte und tuͤchtige Schriftſtel⸗ ler, fuͤr untruͤglich; daher werden wir, mit der gewoͤhnli⸗ chen Schuͤchternheit unſerer Bruͤder vom Gaͤnſekiel, uns die Freiheit nehmen, uns in Alles, ſey es nun oͤffentliche oder Privat⸗Sachen, einzumengen. Wir ſind Kritiker, Liebha⸗ ber, Dilettanten und Kenner; und da wir am Kitzeln unſe⸗
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