Teil eines Werkes 
2. Bd. (1823)
Entstehung
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ſie mit dem Glanz des italiſchen Himmels, umgiebt ſie mit der bunten Staffage des Suͤdens, und ſchmuͤckt ſie mit den Reizen der Phantaſie. Wir erblicken meiſtens warme, lebensfriſche Bilder der neuroͤmiſchen Welt, klar und duftig zugleich, wie ſie dort ſich er⸗ zeugen. Freilich ſtoͤßt man bei naͤherer Beſichtigung auf manchen kleinen Fehler, entdeckt manche Uneben⸗ heit in der Compoſition, manchen zu grellen Pinſel⸗ ſtrich, manche Disharmonie in der Faͤrbung; doch wer moͤchte ſie ruͤgen, wo das Ganze ſo anſpricht, und jedem Theile das Siegel der Wahrheit unverkenn⸗ bar aufgepraͤgt iſt! Dafuͤr glauben wir huͤrgen zu koͤn⸗ nen, die wir ſelbſt lange an den Tiberufern verweilt.

Der Verfaſſer, um kurz alles zu ſagen, hat die hier

mitgetheilten Zuͤge aus dem Volksleben wahr und gluͤcklich aufgefaßt/ und eine feine Beobachtungsgabe an den Tag gelegt. Er hat durch die ganze Art, wie er geſehen und dargeſtellt, ſich der Verguͤnſtigung, das elaſſiſche Land beſucht zu haben, wuͤrdig gezeigt. Er hat endlich eine ungemeine Leichtigkeit und Ge⸗ wandtheit in Handhabung der Sprache entfaltet, und wenn ſchon zuweilen, wie in den Anfaͤngen der Briefe, die Worte ſich haͤufen, und eine kleine Ge⸗ ſchwaͤtzigkeit durchbricht, ſo iſt das einem vollen, von der ewigen Roma entzuͤckten, Herzen nachzuſehen.

Nach einer ausfuͤhrlicheren Bezeichnung des In⸗ halts beider Baͤnde ſchließt der Recenſent:Genug hiermit, um der gebildeten Leſewelt ein Buch zu empfehlen, aus welchem deutſcher Sinn und fuͤdlicher Zauber ihm entgegen wehen! 3

ten Sitten⸗ und Charaktergemaͤlde, ſondern beleuchtet