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bung gern dahin verſetzen laſſen, und es duͤrfte das Verdienſt des gegenwaͤrtigen Werkes ſeyn, ſolches, durch ſeine hoͤchſt lebendigen Schilderungen der Eigenthuͤm⸗ lichkeiten des dortigen Lebens, zu vermoͤgen, wie dies unter andern aus folgendem, dem Lit. W. B. fü 1820 entnommenen Urtheil, hervorgeht: 4
„Man wird nicht muͤde uͤber Italien zu ſchrei⸗ ben und zu— leſen. Die Beſchreibungen dieſes Wunderlandes, ſeit Keyßler bis auf unſere Zeit, fuͤl⸗ len ganze Bibliotheken an, und jede Meſſe bringt neuen Vorrath. Man ſollte glauben, das Land waͤre nun genugſam durchſpaͤht, und wir wuͤßten endlich von ſeinen Herrlichkeiten, was man nur wiſſen kann. Das iſt auch allerdings der Fall; aber der Zauber, der das ſchoͤne Land des§ꝛ umleuchtet, iſt unerſchoͤpf⸗ lich und ewig. Dieſer giebt den begeiſterten Reiſen⸗ den die Feder in die Hand, Suada in den Mund, und gewinnt die Herzen der Hoͤrer dieſſeits der Alpen ſtets von neuem, auch wenn er ſie ſchon hundert Mal beruͤhrt hat. Wer den Zauber an der Quelle kennen gelernt, ſeufzt dabei: Et in Arcadia ego! Wem es bisher noch nicht vergoͤnnt geweſen, dahin zu zie⸗ hen, der moͤchte dann gleich den Wanderſtab ergrei⸗ fen, und dem ſonnigen Hesperien zueilen!
Herr Muͤller theilt uns eine Sammlung ver⸗ trauter Briefe uͤber Italien mit, die uns zu auf⸗ richtigem Danke verpflichtet. Behaglich, anſpruchslos und dabei geiſt⸗ und gemuͤthvoll, offnet er ſeine reiche Mappe, deren Inhalt durch die lebendige Auslegung des Beſitzers keinen gemeinen Werth erhaͤlt. Wir wiſſen es ihm Dank, daß er uns nicht in Ruinen, Kirchen, Muſeen, Gallerien u. ſ. w. fuͤhrt, ſondern mit⸗ ten in das Leben und Weben des roͤmiſchen Volkes, deſ⸗ ſen Eigenthuͤmlichkeiten ſo ſelten von dem fluͤchtigen Reiſenden erkannt, und noch ſeltner treu und wahr⸗ haft uͤberliefert werden. Aber er giebt uns keine nack⸗


