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aus Furcht zuruͤckgetreten. Bei aller ihrer Ver⸗ zweiflung ward die Waffe Inez' ſchwacher Hand bald entwunden, und ſie ward, ihres Geſchreis und ihres Straͤubens ungeachtet, durch die Men⸗ ge hindurchgetragen. Das Volk murmelte mit⸗
gleidsvoll, aber die Furcht vor der Inquiſition war
ſo groß, daß Niemand Hand anzulegen wagte.
4 Der Zug kam wieder in Gang. Vergebens
ſuchte ſich Inez aus den Haͤnden der Diener der Inquiſition, die ſie zuruͤckhielten, loszureißen, als ploͤtlich Don Ambroſio vor ihr ſtand. „Ungluͤckliches Maͤdchen!“ rief er voller Wuth aus: „warum biſt Du deinen Freunden entflohen? Uebergebt ſie meinen Leuten,“ ſagte er zu den Dienern:„ſie ſteht unter meinem Schutze.“
Seine Helfershelfer traten hervor, ſie in Empfang zu nehmen.„O, nein! nein!“ rief ſie voll Schrecken und indem ſie ſich an die Diener feſt anklammerte,„ich bin keinen Freunden entflohen. Er iſt nicht mein Beſchuͤtzer, er iſt der Moͤrder meines Vaters!“*
Die Diener waren betreten: die Menge draͤngte ſich neugierig naͤher.„Zuruͤck!“ rief Ambro ſio entruͤſtet, indem er die Naͤhertretenden
rund umher wegſchleuderte, und ſagte dann, in⸗
dem er ſich zu den Dienern der Inquiſition I. 3 0


