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der Schoͤnheit zu erringen ſtrebte,— ging itzt der kahlgeſchorene, unmaͤnnliche Moͤnch daher, mit niedergeſchlagenen Augen, den Kopf und das Herz in dem kalten Kloſter gebleicht, und heimlich ſich des Triumphes der Froͤmmelei erfreuend.
Der Ton der Glocken verkuͤndigte, daß der Trauerzug in Bewezung ſey. Er ging langſam durch die Hauptſtraßen der Stadt, und das furcht⸗ bare Banner des heiligen Gerichts ward ihm vorgetragen. Die Gefangenen gingen einzeln, von Beichtvaͤtern begleitet und von Dienern der Inquiſition bewacht. Sie trugen, nach dem Grade ihrer Strafe, verſchiedene Gewaͤnder: die, welche den Tod erleiden ſollten, waren mit der ſcheußlichen Samarra angethan, welche mit Flammen und Daͤmonen bemalt war. Der Zug wurde noch durch Chorknaben, verſchiedene geiſt⸗ liche Orden, oͤffentliche Beamte, vor allen aber durch die Vaͤter des Glaubens, vergroͤßert, welche langſam und in tiefem Ernſt daherſchrit⸗ ten, wahrhaft triumphirend, wie es den Haupt⸗ feldherren, die jenen großen Sieg erfochten ha⸗ ben, zukommt.*)
*) Gonſalvius, S. 135. Verf.(In ſeinen entdeckten Kün⸗ ſten der ſpaniſchen Inquiſition. Heidelb. 1567. Ueberſ.)
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