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hat, nicht lange. Im Jahre 1354, während er in der königlichen Moſchee der Alhamdra betete, ſtürzte plötz⸗ lich ein Wahnſinniger von hinten auf ihn, und ſtieß einen Dolch in ſeine Seite. Das Geſchrei des Königs zog ſeine Wachen und Höflinge zu ſeinem Beiſtande herbei. Sie fanden ihn in ſeinem Blute ſchwimmen, und in Krämpfen. Er wurde in die königlichen Gemächer getragen, ſtarb aber faſt augenblicklich. Der Mörder wurde in Stücke gehauen, und ſeine Glieder öffentlich verbrannt, um das wüthende Volk zufrieden zu ſtellen. Die Leiche des Königs wurde in einem koſtbaren Grabmal von weißem Marmor beigeſetzt, und eine lange Grabſchrift in goldnen Buchſtaben auf blauem Grund verewigte ſeine Tugenden. Hier liegt ein König und Martyr, von erlauchtem Geſchlecht, edel, gelehrt, und tugendhaft; berühmt wegen der Anmuth ſeiner Perſon und ſeiner Sitten, deſſen Güte, Frömmigkeit und Wohl⸗ wollen in dem ganzen Königreiche Granada geprieſen wurde. Er war ein großer Furſt, ein beruͤhmter Feld⸗ herr, ein ſcharfes Schwert der Moslemin, ein ſtarker Fahnenträger unter den mächtigſten Monarchen,“ u. ſ. w. Die Moſchee, welche einſt von dem Sterberuf Yu⸗ ſefs widerhallte, ſteht noch, aber das Grabmal, auf wel⸗ chem ſeine Tugenden verzeichnet waren, iſt ſeit langer Zeit verſchwunden. Sein Name bleibt in den Verzie⸗ rungen der Alhambra eingeſchrieben, und wird in ſteter Verbindung mit dieſem berühmten Gebäude bleiben, das zu verſchoͤnern ſein Stolz und ſeins Freude war.


