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Lope erzählt immer, ein reicher Bruder ſey in Amerika geſtorben, und habe ihm eine Kupfermiene hin⸗ terlaſſen; aber die verſchlagenen Plaudertaſchen der Al⸗ hambra beſtanden darauf, ſein Reichthum rühre von nichts anderem her, als dem Umſtande, daß er das von den zwei alabaſternen Nymphen der Alhambra bewahrte Geheimniß entdeckt habe. Es wird bemerkt, daß dieſe zwet höchſt verſchwiegenen Statüen bis auf den heutigen Tag ihre Augen ſehr bedentungsvoll auf dieſelbe Stelle in der Wand gefeſſelt haben, was manchen glauben läßt, es ſey noch irgend ein Schatz, welcher der Aufmerkſam⸗ keit eines unternehmenden Reiſenden werth ſeyn möchte, dort verborgen; obgleich andere, und vorzüglich weib⸗ liche Beſucher ſie mit großem Wohlgefallen als ſtete Monumente der Thatſache betrachten, daß Frauen ein Geheimniß bewahren können.
Muhamed Abu Alahmar, der Gründer der Alhambra.
Da ich mit den Wundermärchen der Alhambra ſo freigebig geweſen bin, fühle ich mich faſt verbunden, dem Leſer einige Thatſachen mitzutheilen, welche ihre eigent⸗ liche Geſchichte, oder vielmehr die Geſchichte jener ſtatt⸗ lichen Fürſten, ihrer Gründer und Vollender, betreffen, denen die Welt ein ſo ſchoͤnes und romantiſches orienta⸗ liſches Denkmal verdankt. Um dieſe Thatſachen zu ge⸗ winnen, ſtieg ich aus dieſem Phantaſten⸗ und Maͤrchen⸗
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