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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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lauſchte auf das ſchauerliche Geheul der Eulen und das ferne Bellen der Hunde aus den Zigeunerhöhlen.

Endlich hörte er Fußtritte und ſah durch das Düſter der überſchattenden Bäume etwas, das wie ein Laſtthier ausſah, den Weg herabkommen. Der ſtämmige Moͤnch ſchmunzelte bei dem Gedanken, welchen klugen Streich er dem guten Lope zu ſpielen im Begriff ſtehe.

Er band ſeine Kutte auf und krümmte ſich wie eine Katze, die eine Maus auf dem Korn hat, und harrte ſo, bis ſein Raub gerade vor ihm war, wo er aus ſeinem laubigen Verſteck hervorbrach, eine Hand auf das Schul⸗ terblatt, die andere anf das Kreuz legte, und einen Sprung machte, der dem geübteſten Stallmeiſter Ehre gemacht hätte, und ſich rittlings auf dem Thiere feſt⸗ ſetzte. Aha, ſagte der ſtämmige Mönch, ajetzt wollen wir ſehen, wer das Spiel am beſten verſteht.“ Er hatte dieſe Worte kaum ausgeſprochen, als das Thier anfing auszuſchlagen, ſich zu bäumen, und Sätze zu machen, und dann in vollem Lauf den Berg hinabſchoß. Der Mönch verſuchte, das Thier aufzuhalten, aber vergebens. Es ſprang von Fels zu Fels, von Buſch zu Buſch; des Möuchs Kutte war in Fetzen verriſſen und flatterte im Wind; ſein geſchorner Schädel erhielt manchen harten Schlag von den Baumäſten und manche Schramme von dem Geſträuch. Um ſeinen Schrecken und Jammer zu vermehren, ſah er eine Mente von ſteben Hunden in vollem Bellen an ſeinen Ferſen und bemerkte zu ſpät, daß er ſich wirklich auf den ſchrecklichen Belludo ge⸗ ſchwungen hatte,