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wie in allen andern Theilen des Palaſtes; es gibt ſich ein zarter und zierlicher Geſchmack und eine Neigung zu müßigem Vergnügen überall kund. Wenn man auf die feenhafte Zeichnung der Säulengänge und das an⸗ ſcheinend gebrechliche Schnitzwerk an den Wänden ſieht, wird es ſchwer zu glauben, daß ſo vieles den Sturm der Zeit, die Verwuͤſtung der Erdbeben, die Verheerung des Kriegs, und die ſtille, aber nicht minder verderbliche Diebshand des gebildeten Reiſenden überlebt hat; es reicht beinahe hin, die Volksſage zu entſchuldigen, das Ganze werde durch einen Zauber geſchirmt.
Auf der einen Seite des Hofes öffnet ſich ein reich verziertes Portal in einen hohen Saal, deſſen Boden mit weißem Marmor ausgelegt iſt und welcher der Saal der zwei Schweſtern heißt. Eine Kuppel oder Laterne gewährt eine mäßige Beleuchtung von oben und freien Luftzug. Der untere Theil der Mauern iſt mit ſchönen mauriſchen Ziegelplatten belegt, auf denen man hier und da die Wappen der mauriſchen Monarchen gemalt ſieht; der obere Theil iſt mit dem ſchönen Stucco bedeckt, das zu Damascus erfunden ward und aus großen, in For⸗ men gegoſſenen und kunſtreich zuſammengeſetzten Platten beſteht, ſo daß das Ganze mühevoll mit der Hand in leichte Reliefs und fantaſtiſche Arabesken, mit Sprüchen aus dem Koran und poetiſchen Inſchriften, in arabiſchen und cufiſchen Charakteren untermiſcht, ausgearbeitet ſcheint. Dieſe Verzierungen der Wände und Kuppeln ſind reich vergoldet und die Zwiſchenräume mit Laſur⸗ ſtein und andern glänzenden und dauerhaften Farben ausgemalt. An jeder Seite des Saales ſind Vertie⸗


