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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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und der Abencerragen, während ein langer, hagerer Burſche, deſſen roſt⸗brauner Mantel augenſcheinlich dazu diente, den zerlumpten Zuſtand der Unterkleidung zu bedecken, im Sonnenſchein ſich gütlich that und mit einer alten Schildwache im Dienſt plauderte. Er kam, als wir in das Thor traten, zu uns und erbot ſich, uns das Schloß zu zeigen.

Ich theile das Mißfallen der Reiſenden an dienſt⸗ fertige Ciceroni und fand auch an dem Kleid des Erbö⸗ tigen keinen Gefallen.

„Ich hoffe, Ihr ſeyd mit dem Orte gut bekannt?“

„Ninguno mas; pues Sennor, soy hijo de la Al- hambra.“(Niemand beſſer, denn, Herr ich bin ein Sohn der Alhambra.)

Der gemeine Spanier hat gewiß eine ſehr poetiſche Art ſich auszudrücken.„Ein Sohn der Alhambra!“ Der Name gewann mich alsbald; ſelbſt das zerriſſene Gewand meines neuen Bekannten erhielt eine gewiſſe Würde in meinen Augen. Es war ein Sinnbild der Schickſale des Ortes und paßte zu der Nachkommenſchaft einer Ruine.

Ich ſtellte ihm einige fernere Fragen und fand ſeine Anſprüche geſetzmäßig. Seine Familie hatte von Ge⸗ ſchlecht zu Geſchlecht ſeit der Zeit der Eroberung in der Beſte gelebt. Sein Name war Mateo Pimenes.„Dann ſeyd Ihr vielleicht,“ ſagte ich,„ein Nachkomme des großen Kardinals NXimenes?“—„Dios sabe! das weiß

Gott, Sennor. Es kann ſeyn. Wir ſind die älteſte Familie in der Alhambra,— Christianos viejos, aitte Chriſten, ohue einen Mackel von Maunren oder Juden.