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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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Das Innere der Alhambra.

Die Alhambra iſt ſo oft und ſo genan von Reiſen⸗ den beſchrieben worden, daß eine bloße Skizze wahr⸗ ſcheinlich hinreichen wird, dem Leſer das Ganze in das Gedächtniß zurückzurufen; ich will daher eine kurze Nachricht von dem Beſuche geben, den wir am Morgen nach unſerer Ankunft zu Granada dort abgeſtattet haben.

Indem wir unſere Poſada„La Eſpanda“ verließen, ſchritten wir über den berühmten Platz von Vivarram⸗ bla, einſt die Scene mauriſcher Tourniere und Kampf⸗ ſpiele, jetzt ein beſuchter Marktplatz. Von da kamen wir in das Zacatin, die Hauptſtraße deſſen, was zu der mauriſchen Zeit der Bazaar war, wo die kleinen Läden und engen Gäßchen noch den orientaliſchen Charakter bewahren. Nun gingen wir über einen offenen Platz vor dem Hauſe des Oberbefehlshabers, und ſtiegen eine enge, gewundene Straße hinauf, deren Name uns an die ritterlichen Tage von Granada erinnerte. Man heißt ſie„Calle,“ oder Straße der Gomeres, von einer in der Geſchichte und in Geſängen berühmten mauri⸗ ſchen Familie. Dieſe Straße führte zu einem maſſtven Thorweg, der, in griechiſchem Styl, von Karl V. erbant, den Eingang zu den Bezirken der Alhambra bildet.

Am Thore ſchliefen auf einer ſteinernen Bank zwen zerlumpte, abgelebte Soldaten, die Nachfolger Zegris

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