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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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wüſtet, und die Brunnen hörten auf zu ſpringen. All⸗ mählig füllten ſich die Wohnungen mit einer zweideuti⸗ gen und geſetzloſen Bevölkerung; mit Schleichhändlern, welche die unabhängige Gerichtsbarkeit des Platzes in Anſpruch nahmen, um ihr Schmuggler⸗Gewerbe dreiſt und ausgedehnt zu betreiben; mit Dieben und Schur⸗ ken aller Art, welche hierher flüchteten, um Granada und ſeine Umgebungen von dieſem Punkte aus zu plün⸗ dern. Die Regierung ſchritt zuletzt kräftig ein; die ganze Gemeinde wurde einer durchgehenden Prüfung unterwor⸗ fen; niemand durfte bleiben, als der, welcher einen ehr⸗ baren Charakter und ein geſetzliches Recht des Aufent⸗ haltes hatte; der größere Theil der Häuſer wurde nie⸗ dergeriſſen, und es blieb ein bloßes Dörfchen mit der Pfarrkirche und dem Franziskanerkloſter. Als Gra⸗ nada, während der neuen Unruhen in Spanien, in den Händen der Franzoſen war, lag eine franzöſiſche Beſatzung in der Alhambra, und die Oberoffiziere bewohnten zu⸗ weilen den Palaſt. Mit jenem erleuchteten Geſchmacke, der die franzöſiſche Nation ſtets bei ihren Siegen aus⸗ zeichnete, wurde dieß Monument mauriſcher Eleganz und Größe von dem gänzlichen Ruin und der Zerſtörung, der es anheim gegeben war, gerettet. Die Daͤcher wur⸗ den hergeſtellt, die Säle und Galerieen vor dem Wetter geſchirmt, die Gärten angebaut, die Waſſerleitungen wieder hergeſtellt, die Brunnen verſendeten wieder ihre glänzenden Waſſerſtrahlen; und Spanien darf ſeinen Eroberern danken, daß ſie ihm das ſchönſte und anzie⸗ hendſte ſeiner hiſtoriſchen Monumente erhalten hat.

Bei der Abreiſe der Franzoſen ſprengten ſte einige 44— 47. 3