war. Er war zierlich in eine kurze grüne ſammtne Jacke gekleidet, die ſeiner Geſtalt angepaßt, und verſchwenderiſch mit ſilbernen Knöpfen geſchmückt war, und hatte in jeder Taſche ein weißes Taſchentuch. Die Hoſen waren von demſel⸗ ben Stoff, mit Reihen von Knöpfen von der Hüfte bis zu den Knieen; ein blaßrothes ſeidenes Halstuch, das durch einen Ring zuſammen gehalten ward, und auf einem ſchön gefaͤltelten Hemde ruhte, um den Hals; einen Gürtel um den Leib; Bottina's oder Kamaſchen vom ſchönſten braunen Leder, zierlich ausgenäht und an der Wade offen, um die Strümpfe ſehen zu laſſen, und branne Schuhe, die einen ſchön geformten Fuß hervorhoben.
Während er an der Thüre ſtand, kam ein Reiter die Straße herab, und begann eine leiſe und ernſthafte Unterhaltung mit ihm. Er war in ähnlicher Weiſe ge⸗ kleidet und faſt mit gleicher Zierlichkeit; ein Mann ge⸗ gen dreißig, ſtark gebaut, mit kräftigen römiſchen Ge⸗ ſichtszügen, ſchön, obgleich leicht von den Blattern zer⸗ riſſen, mit einem freien, kühnen und etwas anmaßenden Weſen. Sein kräftiges ſchwarzes Pferd war mit Tro⸗ deln und fantaſtiſchem Putz geſchmückt, und ein Paar weitgemündete Büchſen hingen hinter dem Sattel. Er hatte das Anſehen eines jener Schleichhändler, welche ich in den Bergen von La Ronda geſehen hatte, und ſtand offenbar im Einverſtändniß mit dem Bruder der Wir⸗ thin; ja, wenn ich nicht irre, war er ein Liebling der Wittwe. Das ganze Wirthshaus und ſeine Bewohner hatte in der That etwas von ſchleichhändleriſchem Anſe⸗ hen, und die Büchſe ſtand in einem Winkel neben der Guitarre. Der Reiter, deſſen ich gedachte, brachte ſeinen


