Zwei Stimmen, eine ſchwach, die andere
Laut, klagen:—„O, wann wird uns Ruh?
Wir leiden ach für unſ're Sünden
Doch ewig, das iſt immerzu!
Die Stunden ſelber werden müde,
Das Sandglas drehend, fort und fort.“ Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.
Die Hölle, ach! kann nicht verlöſchen!—
Es ſuchen ſich in jeder Nacht
Ein ſchwarz Geſpenſt, ein weißer Schatten,
Auf ihrer ſchauerlichen Wacht,
Bis zu der Stunde, wo erſterben
Die Kerzen auf den Leuchtern dort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.
Wenn zitternd bei dem wilden Lärmen Zur Nacht ein Wand'rer ängſtlich fragt, Die Engel, mit dem Kreuz ſich ſegnend, Wen Gottes Rache nur ſo plagt?
So ſchreiben plötzlich Flammenſchlangen
Zwei Namen auf die Pfeiler dort.—
Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.


