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um Mitternacht verläßt die Nonne Mit einer Ampel ihr Gemach,
und kriechet längs den alten Mauern, Ein and'rer Geiſt folgt ſtill ihr nach. Sie ſchleppen Ketten an den Füßen Und Blöcke ſchwer am Halſe fort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.
Die Lampe kommt, verſchwindet, glänzet,
Die Mauer ſie dem Blick entzog, Bald ſcheint ſie hinter einem Gitter, Bald auf dem einen Thurme hoch. Es folgen ihren trüben Strahlen Geſpenſtergleiche Schatten dort; Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.
Die beiden Geiſter, die die Flamme Verſengt, gehüllt in's Grabgewand, Sie ſuchen ſich um ſich zu einen, Doch Keines je das And're fand; Denn ihre Schritte ſtets verwirren Sich auf den Treppenſtufen dort. Kinder! Die Ochſen ziehn vorüber, Thut eure rothen Schürzen fort.


