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Der Armſte, ſtets der Qual der Angſt anheimgefallen, Verliert er jeden Tag von ſeinen Tagen allen;
Es fehlt des Morgens ihm, fehlt ihm des Abends nicht. Stets Langeweile! Gleich den Götzen, die ſich ſchmücken, Die Sklaven ſich vor ihm verehrend bücken,
Des Spahi Peitſche regelt den Weihrauch ihrer Pflicht.—
Allein für euch muß Alles Luſt, Ehre, Freude werden,
Ihr ſiegt in der Geſchichte, da ihr beſiegt auf Erden,
und ſelbſt auf dem Serail ſollt ihr geſegnet ſein.
Eu'r Ruhm kann durch den Tod doch nimmermehr ver⸗ gehen,
Die grabberaubten Häupter werden euch zu Trophäen,
Ein Monument iſt eu'r Gebein.
Der Neid des Apoſtaten, er ſei auf euch gewendet. Fluch ihm, der frech das Waſſer der Taufe hat geſchändet Im Buch des Lebens ward vergebens er gezählt.
Kein Engel harret ſein im Himmel, wo wir weilen, Verwünſchung möge ihn ereilen, 3
Da ſchon ſein bloßer Name wie Gift die Lippen quält.
Du, chriſtliches Europa, vernimm du unſ're Klagen! Der heil'ge Ludwig hätte, uns Hülfe zuzutragen,
Zu uns herbeigeführt der Ritter Heeresbann,
O wähle endlich, ehe dein Gott ſelbſt aufgeſtanden, Zwiſchen Jeſus und Omar, zwiſchen dem Kreuz und Banden, Zwiſchen dem Heib'genſchein und dem Turban!


