Im heilgen Opfer ſagt ein Lebewohl der Noth; Empfangt an Gottes Tiſch aus meinen Prieſterhänden Der einzigen Nahrung letzte Spenden,
Der Seele Speiſe, das von Gott geweihte Brod!
O, welch' ein Abendmahl!— Die Lippen, die im Sterben Die heih'ge Hoſtie noch ſuchten zu erwerben;
Die Krieger ohne Kraft, die dennoch Schutz gewährt; Troſtloſe Mädchen, Greiſe, arme Frauen,
Und an der Mütter Brüſten, voller Grauen,
Kinder, ſtatt Milch mit Blut genährt!
Die Nacht kam und man ſchied; doch in des Dunkels
Schweigen Sah die zerſtörten Wälle die Türken man erſteigen, Und ihren ſchwanken Schritten die Kirche offen ſtand; Auf eines Altar's Trümmern, der Letzte war's von Allen, Ließ raſch mein Haupt ein Säbel fallen; Ich betete, nicht kannt' ich ſie, die mich traf, die Hand.
Beklaget Mahmoud, Brüder!— Ihm muß im wilden Glauben
Gemeinſchaft ſeine Macht mit Gott und Menſchen rauben.
Sein blödes Auge dringt bis in den Himmel nicht;
Nur ſeine Krone, die ſtets wankt in unſern Tagen,
Sie muß ein blutig Haupt auf jeder Zacke tragen,
Er ſelbſt vielleicht iſt grauſam nicht.


