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Herbstblätter. Dämmerungsgesänge / Victor Hugo. Dt. von H. Fournier ...
Entstehung
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Gen Himmel öfter ſchaut, als auf das Grab ſich ſenket, und doch zurück dann kehrt ſo ſchmerzlich, daß man denket, Es machen ſtreitig ſich ihr Herz, in bittrer Wahl,

Die Mutter, die bei Gott, und hier der Kindlein Zahl; Wenn, um die Oſterzeit, durch aller Kirchen Chöre Geweihte Kerzen ſprühn zu des Erſtandnen Ehre; Wenn Duftgewölk entquillt dem Weihrauchfaß, wie kaum Aus voller Kelter ſpritzt der Traube weißer Schaum; Wenn mitten im Gebraus der heil'gen Lobgeſänge

Sich eine Seel' erhebt aus dieſer Seelen Menge; Wenn ihr, den Feuern fern, den Stimmen und der Pracht, Voll Huld ſich neigen ſeht in eines Bogens Nacht,

An einer Niſche Fuß, im Schatten einer Mauer,

Auf junger Stirnen vier ein Auge, voll von Trauer; Ein Auge, drin der Blick der Jungfrau lächelnd ſich Dem Zlick der Mutter miſcht, ſo ſüß als feierlich;

3 1... 8 O, ſegnet ſie, wer auch ihr ſeid! Denn meiner Seele

Sichtbare Schweſter iſt's! Ein Weſen ohne Fehle! Mein Hoffen und mein Stolz! mein Hafen und mein Halt! Dach meiner Jugendzeit, zu dem mein Alter wallt!

Sie iſt's! die Tugend, die das Haupt mir will bekranzen; Das Alabaſterbild in meines Hauſes Gränzen;

Der Baum, der liebend mich auf meiner Bahn erfreut Mit Früchten manchesmal, mit Schatten allezeit;

Das Weib, die glücklich nur, wenn meine Augen ſcheinen; Die, wenn wir wanken oft, ich oder ihre Kleinen,