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Sie kommt, ſie kommt, die das Gefild' vergüldet, Und es befruchtet, Meereshäfen bildet,
Und Golf und Inſeln macht zu ihrem Raub! Wie zucken ſie, bis auf den Grund erſchüttert! Mit ſeinen funkelnden Palläſten zittert
Neapel, zager, als im Sturm ein Laub!
O, welch ein Chaos! Aſche füllt die Gaſſen! Die Erde thut ſich auf! mit Lavamaſſen
Speit ſie die Häuſer aus, die ſie verſchlang? Die Ebne wird ein Flammenpfuhl, ein gelber; Und auf den Thürmen ſchlagen an von ſelber Die eh'rnen Glocken mit gedämpftem Klang.
Doch(ſo will es der Herr!) die Flur verheerend, Die Hügel ſtürzend, Thürme grimmverzehrend, Das Land erfüllend weit mit zorn'gem Ruf, Der Siedlerhütte ſtets im eignen Krater, 3 D'rin vor dem Ew'gen ſich ein frommer Vater Beugt auf den Knie'n, vergiſſet der Veſuv! 10. Auguſt 1830.


