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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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Man ſiehet unter ihren Schleiern Gleich trüben, ungewiſſen Feuern Lichtpunkte glänzen auf der Flur,

Der Berge Haupt dem Ouft enttauchen, Die Hütten in den Gründen rauchen Und Schieferdächer funkeln nur!

Komm, laß uns irren in den Hainen! Jetzt ja ſind wir allein! O, leg'

Auf meinen Arm den zagen deinen! Komm, nach den Linden geht der Weg! Roth ſinkt die Sonne!— aber ehe

Wir niederſteigen von der Höhe,

Sieh' noch mit ihren Hütten und

Mit ihren rieſ'gen Kathedralen,

Die all' mit gleichem Lichte ſtrahlen,

Die goldne Stadt auf ſchwarzem Grund!

O, ſieh' den Rauch, der allerorten Um Dächer weht, die Duft genäßt! Dort ſind geliebte Weiber! dorten Sind Herzen, ſanft, ergeben, feſt!

Das Leben, ach, das wir nicht mögen, Es iſt die Sonne nach dem Regen.— Sieh', tiefer ſenkt ſich ihr Geſtirn!

Die Fenſter der von ihrem Glühen Durchfloßnen Stadt des Thales ſprühen, Wie Roſen an der Thürme Stirn.