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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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Wo ſchweift ihr nicht?— in einem Augenblicke Wird Cadix euch nach Afrika zur Brücke,

Nach Aſien Moskau!— Eures Schwertes Dräu'n Jagt jeglich Volk! nach allen Königsſtädten Strebt euer Aar! bei eurer Schlachtdrommeten Ruf ſtürzen Thürm' und Mauern ein!

„Wenn ihre Looſe auf der Wage ſchwanken

Mit euren, ſieht man Nationen wanken;

Zu ſchwach für euch des Ruhmes lauter Schall! Rings um euch her Gedröhn von fallenden Reichen! Vor eurem Stern muß jeder Stern erbleichen,

Und wenn ihr geht, ſo folgt das All!

Laßt Oeſtreich kriechend ſtellen ſeine Netze!

Zwei Rieſen Frankreichs gaben ihm Geſetze! Wir ſehn, genaht dem Thor des Pantheons

Der Zeit, am Haupt des Doppelaars zwei Male: Dies von des großen Karls Sandale,

Und jenes von dem Sporn Napoleons!

Geh!— nicht beſitzt den Aar ihr mehr, deß Zürnen

Zu Boden blitzte die zu hohen Stirnen! Allein die Lilje bleibt euch, ſammt dem Blitz Der Oriflamme! und— o, daß er krähte!— Der Hahn, bei deſſen Schrei die Morgenröthe Der Sonne kehren kann von Auſterlitz!