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Umringt, ſtehn unter Kriegern vor den Richtern Drei Jungfraun, anmuthvoll und keuſch. Die Menge ſchweigt, und ſchaudert, da ſie ſchweiget;
Denn ſie beweint ihr eigen Sklaventhum
In dieſen Mädchen;— vor der Unſchuld neiget Sie ſich, der bald zertretnen Blum'.
O, daß die Mauern euch zerſchmettert hätten!
Ihr hohen Wölbungen, was bracht
Ihr nicht zuſammen, da ihr ſaht in Ketten
Die Schönheit, ſchändlich angeklagt?
Und unſre Krieger?— ſie entehrten
Ihr Schwert, und liehen, die Bethörten,. Dem Meſſer es! O, Zeit des Ruhms, der Schmach! Derſelbe Tag ſah Moreau Schlachten ſchlagen
Im Siegeswagen, als zum Todeswagen
Sein Vater ſchritt— derſelbe Tag!
Als unſre Führer langſam heimwärts zogen— Auf allen Seiten fremder Krieger Wehr!— Als nach Paris zurück die Banner flogen, Führt' Friedrich nach Verdun ſein Heer. Verdun, des unterdrückten Frankreichs treuer Und erſter Wall, begrüßte den Befreier, Macht' es verbieten auch das neue Recht. Verdun trug wieder ſeine Feſtgewande,
Und huldigte, gelöſet ſeine Bande,
Dem Könige, der Könige gerächt.


