Naht ihr, daß ihr die Seele mir erſchüttert?
Dieß Blut— auf mich nicht kommt es im Gericht! Flieht, Mädchen!— flieht, die ihr für ſie gezittert! Als ihr nicht mehr wart, hört's! war ich noch nicht! Was wollt ihr mir? ich weint' um euch! Verbrechen Der Väter wollt ihr an dem Sohne rächen?
Hinweg! was ſtört ihr meine Ruh'?
Was reicht ihr meine Lyra mir im Grimme?
Wollt ihr Geſang?— ſingt eines Knaben Stimme Auch Henkersknechten Reue zu?
2.
In finſtern Mauern— auf der Schwellee Stehn blut'ge Krieger!— ſitzt das Tribunal. Auf ſteht der Kläger; Lächeln aus der Hölle Zuckt über ſein Geſicht mit düſterm Strahl. S iſt Tainville;— haſtig, zitternd ſpricht er; Ein Heer von Mördern, ſie auch Richter, Läd't er zu ſeinem blut'gen Mahl.
Nach Blute lechzend, ſchaut er in die Runde, Und weiht mit mörderiſchem Munde
Die Häupter dieſes Tags dem Stahl.
Er ſpricht;— da ſchleifen die Lictoren Die Opfer in den Kreis, die er erkohren; Es öffnen ſich die Pforten mit Geräuſch; Und ſieh', von weinenden Geſichtern


