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Duͤrft' ihn der Hochmuth zu beleid'gen wagen
Und trüg ihm ſchnöde Gaben an;
Gott, ſtänden weinend, bleich von Frieren
Und Hunger, vor des Günſtlings Thüren
Ihm Nutter, Wittwe oder Kind,
Und müßten dem, zu dem ſie flehen, ſagen,
Daß Ihn— Sohn, Gatten, Vater— ſie getragen Zu Grabe,— daß ſie einſam ſind;
O Gott! wenn dann, verarmt, der treue Bürger, Den ein Verräther, reich und groß, verlacht,
Es hörete, wie ſeines Königs Würger
Ihn ſchlecht vor allem Volke macht;
Wenn, um das Maaß der Schmach zu füllen, Ein Richter gar, durch freveln Willen Entweihend alten, heihgen Brauch,
Auf ſeine Stirn Verdacht zu häufen käme,
Das Eiſen, ſeinen erſten Stolz ihm nähme— Vielleicht ſein letztes Hoffen auch:
O, dann ergeb' er ſich!— Der Uebelthäter Schmäht den Gerechten, der nur Leid erwarb; Doch er gedenk' der Miſſethat der Väter,
Des Gottes denk' er, welcher ſtarb.
Oft läßt der Herr die freche Stirne
Das Laſter heben, gleich als zürne
Der Unſchuld er, die er bedrücken läßt.


