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Du kannſt entflieh'n, verweig're mir es nicht,
Du weißt, was es mich koſtet.— Strafe mich!
Laß mich in meiner Schmach allein zurück!
Stoß mit dem Fuß mich, tritt mich;— aber flieh'! Didier.
Entfliehn!— Vor wem? Ich habe Niemanden
Auf Gottes weiter Welt zu flieh'n als Sie.
Ich fliehe Sie allein;— tief iſt das Grab.
Der Kerkermeiſter. Die Stunde endet. Marion. Flieh! Didier. Ich will nicht. Marion. Mitleid! Didier. Mit wem? Marion. O Sott! Ergriffen, dich zu ſeh'n, Gebunden und— weh,, ſchon daran zu denken, Bringt mir den Tod!— O ſprich, o komm'! Willſt du, Daß deine Magd ich ſei?— Willſt du mich nehmen Mit den gebüßten Sünden, um nur etwas Zu haben, das du mit den Füßen treteſt? Die du in ſchweren Tagen Gattin nannteſt!...


