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Didier ohne ihn zu hören.) Ungetreues Und höricht Ding— ein Weib! ein unbeſtänd'ges Und bitvres, tiefes, ſturmdurchtobtes Weſen, Der Meeres Fluth gleich.— Wehe dieſem Meer, Hatt' ich mein Segel Preis gegeben, hatte An meinem Himmel nichts, als einen Stern. Ich ſchiffte, ſcheiterte und land' am Grabe. Zu guter Stunde war ich doch geboren, Die Zukunft winkte hold, im Herzen hatt' ich Vielleicht ein Himmelsfeuer,— einen Geiſt.. Unglücklich Weib, o daß du nicht geſchaudert, Mir ſo zu lügen, mir, der ſeine Seele Dir Preis gegeben! 5 Saverny. Wieder Marion! Ihr habt darüber eigene Gedanken. Didier(ohne ihn anzuhören, nimmt das Portrait auf und richtet die Augen darauf.) Weh! unter das Entwürdigte muß ich, Dich, die du mich betrogen, ſchleudern, Weib, Damon, in Engelsfitt'gen eingehullt! 4(Er birgt es wieder an dem Herzen.) Komm her, hier iſt dein Platz. Cſich Saverny nähern⸗) Ein ſeltſam Wunder! Dies Bildniß lebt.— Ich ſage dir, es lebt, Denn während du dem Schlummer hingegeben,


