(Alle geh'n ab, Marion anusgenommen, die der König nicht ſieht.— Bellegarde erblickt ſie tritt zu ihr und ſagt ihr leiſe.) Sie können vor des Königs Thür nicht bleiben. Was wollen Sie, gleich einer Statue da? Gehn Sie.— Marion. Ich warte, daß man mich hier tödte. L'Angely(leiſe zu Bellegarde.) Ei, laſſen Sie ſie, Herzog.(Leiſe zu Marion.) Bleiben Sie. (Er geht zum König, der im großen Lehnſtuhl ſtzt und ſich in tiefes Sinnen verloren hat.)
Acht e Scenſe. Der König.— L'Angely. Der ⸗König(nach tiefem Seufsen.)
LAngely! L'Angely! Komm— hieher zu mir! Mein Herz iſt krank und voller Bitterkeit, Kein Lächeln um den Mund und keine Thränen In meinen trock'nen Augen.— Komm' zu mir, Du, der allein zuweilen mir die Runzeln Auf meiner Stirne glätteſt!— Du, der niemals Vor meiner Majeſtät ſich fürchtete, Laß einen Strahl von deiner Heiterkeit
In meine Seele fallen. (Pauſe.)
L'Angely. Sire, nicht wahr, Es iſt das Leben doch ein bitter Ding?


