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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Von ihren beſten Unterthanen trinkt.

Es hätte nimmermehr Ihr Vater Heinrich Von königlichem Angedenken ſo Den treuen Adel hingeopfert; er

Bedacht' es reiflich, eh' er ihn beſtrafte;

Und wohl von ihm bewahrt, bewahrt er ihn, Er wußte, daß aus dieſen tapfern Männern Man Beſſ'res macht, als abgeſchlag'ne Köpfe, Und daß im Krieg ſie gute Dienſte thun.

Es war ihm wohl bekannt, ihm, deſſen Wamms Von mehr als einer Kugel ward durchlöchert. Die Zeit war gut. Ich habe ſie durchlebt, Und ehre ſie; es lebte damals noch

Ein wenig Herrenthum; ein Prieſter hätte Nie einen Edelmann berührt. Es waren Die Köpfe damals noch ſo wohlfeil nicht.

O glauben Sie dem alten Manne, Sire,

In ſolchen ſchlechten Tagen, wie die unſern, Bewahren Sie ſich ein'ge Edelleute.

Die Zeit kommt auch vielleicht, wo Sie ſie brauchen.

Sie werden es vielleicht dereinſt beklagen, Daß ſo den Greveplatz man verherrlichte, Und daß ſo viele tapfre Herrn, zu denen Sehnſuchtig Sie die Blicke wenden möchten, und die nicht alt ſein würden, ſchon ſo lange Geſtorben ſind; denn wir ſind noch ganz heiß

Vom Bürgerkriege, in den Städten dröhnt 16*