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Italien, die Liebe entwich nicht aus Euch. Ihr ſtürztet Euer Leben in Vergnügungen, Zerſtreuungen, Tollheiten, Laſter. Alles umſonſt! Ihr gabt Euch Mühe, andre Frauen zu lieben, Ihr glaubtet ſelbſt, andre zu lieben, wie zum Beiſpiele dieſe Schauſpielerin, dieſe Tisbe. Noch immer ehen ſo fruchtlos! Die alte Liebe ſchimmerte ſtets durch jede neue durch. Vor drei Monaten kamt Ihr mit dieſer Tisbe, die Euch für ihren Bruder aus⸗ gibt, nach Padua. Der Podeſta, Signor Angelo Mali⸗ pieri, verliebte ſich 3in ſe, und Ihr,.. nun merkt auf, was Euch begegnete! Eines Abends— es war am 16. Fe⸗ bruar— ging eine verſchleierte Frau unfern von Euch über den Ponte Molino, faßte Euch an der Hand und führte Euch in die Straße San Pietro. Dort ſtehen die Ruinen des alten Pallaſtes Magaruffi, den Euer Ahn, Cszzelino der Dritte, zerſtört hatte; in dieſen Ruinen befindet ſich eine Hütte; in dieſer Hütte fandet Ihr die Vene⸗ zianerin, welche Ihr ſeit ſteben Jahren liebtet, wie ſie Euch. Von jenem Tage an traft Ihr dreimal in der Woche mit ihr in jener Hütte zuſammen. Sie blieh zu gleicher Zeit ihrer Liebe und ihrer Ehre treu,— Euch wie ihrem Gatten,— verbarg Euch aber übrigens noch immer ihren Namen. Nur Catarina heißt ſie Euch.— Im ver⸗ floſſenen Monat endete Euer Glück durch Einen Schlag; eines Tages erſchien ſie nicht mehr in jener Hütte. Seht, das ſind jetzt fünf Wochen, ſeit Ihr ſie nicht ſahet; es rührt daher, weil ihr Gatte ihr mißtraut, ſie einſchließt


