Druckschrift 
Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
Einzelbild herunterladen

der einen widerſteht, in welchen Thränen ſich die Flecken der andern baden. Dem die Schuld anzurechnen, an dem ſie liegt, nämlich dem ſtarken Mann, ſo wie dem,, als was die reale Societät widerſinnig iſt.

In dieſen zwei erleſenen Charakteren zu zeigen, wie das Zartgefühl der Tochter die Rache des Weibes, wie MNutterliebe die Geſchlechtsliebe, Innigkeit den Haß, Pflicht die Leidenſchaft überwinden kann! Dieſen zwei, alſo gezeichneten weiblichen Charakteren gegenüber: zwei Männer, den Gatten und den Geliebten, den unbeſchränkt Herrſchenden und den Geächteten, hinzuſtellen, und nun in ihnen durch tauſenderlei kleine Detail⸗Entwicklungen alle gewöhnlichen und außergewöhnlichen Beziehungen zu⸗ ſammenzufaſſen, in welche einerſeits der Mann, ander⸗ ſeits die Geſellſchaft zum Weibe treten kann. Ferner gilt es, unter dieſer bald glänzenden, bald düſtern Gruppe, welche genießt, beſitzt, leidet, den Neider nicht zu ver⸗ geſſen, den unheilbringenden, allenthalb gegenwärtigen Laurer, den die Vorſehung hinter alle bürgerlichen Ge⸗ ſellſchaften, hinter alle Regimente, hinter jedes Glück, hinter alle menſchliche Leidenſchaften ſteckt, den ewigen Feind alles Hohen; der, im Kern ſtets derſelbe, nach Zeit und Ort ſeine Form wandelt, der in Venedig als Spion, in Bozanz als Eunuch, in Paris als Schmäh⸗ ſchriftler auftritt; ihn, wie ihn die höhere Weltord⸗ nung hinſtellt, in den Schatten zu ſchieben, zähnefletſchend, wo alle lachen, dieſen elenden, verworfenen Klugen,

.