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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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LVIII

So miſcht ſich der Egoismus zu den ſchönſten Com⸗ binationen des geſellſchaftlichen Geiſtes, und entartet ſie; dieſer Egoismus iſt die ſchwarze Ader im weißen Mar⸗ mor, die nach allen Seiten hinläuft und überall dem Meißel begegnet. Die Statüe muß noch einmal ausge⸗ hauen werden.

Wir gehören gewiß nicht zu denjenigen, welche nach den Häuptern der vier Miniſter Verlangen trugen; denn nachdem dieſe Männer feſtgenommen und unſchädlich gemacht worden waren, verwandelte ſich unſere Erbitte⸗ rung in Mitleiden. Wir dachten an die Vorurtheile, unter denen ſie aufgewachſen waren, an den wenig aus⸗ gebildeten Geiſt ihres Chefs, eines rückfälligen Fanati⸗ kers, welchen die Conſpiration von 1804 halsſtarrig ge⸗ macht hatte, welcher vor der Zeit im feuchten Dunkel der Staatsgefängniſſe grau geworden war, an die ſchlimme Nothwendigkeit ihrer gemeinſchaftlichen Stellung, an die Unmöglichkeit, einen Hemmſchuh anzulegen vor dem jä⸗ hen Abgrund, wohin die Monarchie den 8. Auguſt 1829

ſich ſelbſt geſtürzt hatte, an den von uns bis jetzt zu wenig berechneten Einfluß der Perſon des Königs, und vorzüglich an die Würde, welche Einer von ihnen, wie einen Purpurmantel über ihr Unglück warf. Ja, wir wünſchten ihnen recht aufrichtig die Erhaltung ihres Le⸗ bens, und waren bereit, ihnen dafür ein Opfer zu brin⸗ gen; wenn man auf dem Greve⸗Platze ein Schaffot