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welche ich auf Erden nie gefunden habe und welche, wie ich fürchte, mir dort verſagt ſein werden.
Ein anderer Theil ihres Briefes entwickelt vollſtändiger den düſtern Kleinmuth, auf welchen der Schluß des obi⸗ gen Auszuges hindeutet, und zeigt ein bejammernswer⸗ thes Beiſpiel von einem kranken Geiſte, der unter Lei⸗ den und Kummer vergeblich den ſüßen Troſt religiöſen Glaubens ſuchte.
„Daß mein Leben,n ſagt ſie, wüber die Zeit, welche ich für das mir beſtimmte Ziel anſah, verlängert wor⸗ den iſt, ſetzt mich ſelbſt in Erſtaunen. Oft, wenn meine Lage ſo verzweifelt, ſo hoffnungslos, oder noch hoffnungs⸗ loſer, wenn möglich, als jetzt war, rettete mich ein un⸗ erwartetes Dazwiſchentreten der Vorſehung vor einem Schickſal, das unvermeidlich ſchien. Ich deute nicht vorzugsweiſe auf neuere Verhältniſſe oder ſpätere Jahre hin, denn von früheſter Jugend auf war ich das Kind der Vorſehung; warum ſollt' ich ihrer Sorgfalt jetzt mistrauen? ich mistraue nicht, aber ich vertraue auch nicht. Ich fühle mich hinſichtlich der Zukunft voll⸗ kommen unbeſorgt, unbetheiligt und gleichgültig; aber dies iſt kein Vertrauen in die Vorſehung— nicht das Vertrauen, welches allein ihren Schntz in Anſpruch nimmt. Ich weiß, dies iſt eine todeswerthe Gleich⸗ gültigkeit; es iſt mehr, denn es erſtreckt ſich über die ſchwankenloſe Zukunft. Es wendet ſich faſt mit Abſcheu von den glühenden Ausſichten, welche die Religion zum Troſte und zur Unterſtützung des Unglücklichen darbietet


