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der Melroſe Abtei lebte und den Reiſenden den Schau⸗ platz des Gedichtes zeigte, war das Lied des letzten Minſtrels gewiſſermaßen mit ſeinem Daſein verwoben worden und ich zweifle, ob er nicht zuweilen ſeine eigene Perſönlichkeit mit manchen darin auftretenden Charakte⸗ ren verwechſelte.
Er konnte es nicht leiden, daß man irgend ein ande⸗ res Erzeugniß des Dichters dem Liede des letzten Minſtrels vorzog.„Wahrlich,“ ſagte er zu mir, nehs ihſt'n üben ſo guhts Ding, als Herr Scott ein's geſchriehben haht; un we' är dahſtehen thäte, würd' ich ihm ſo fahgen— un da' thät er lahchen!“
Er konnte die Leutſeligkeit Scott's nicht genug rüh⸗ men.— Aer kummet manchmahl hierhär,“ ſagte er, nmit grohſen Leuten in ſeiner Geſellſchahft, un' das ärſt wahs ich davon häre, iſt ſeine Stimme, die ausruhft Johnny! — Johnny Bower!— un we' ich herauskumme, weiß ich gewihß, dahß ich mit nem Scherz oder nem freund⸗ lichen Wohrt gegrühſt werde. Aer ſteht Euch da und ſchwahzt und lahcht mit mir, grahd wie n auldes Weib, — un' das zu denken vo'nem Ma', där ſo en furcht⸗ bar Wiſſen vo' der Geſchichte haht!⸗
Einer der ſcharfſinnigen Anſchläge, deren⸗ ſich der wür⸗ dige kleine Mann rühmte, beſtand darin, daß er den Beſucher gegenüber der Abtei, ihn mit dem Ruͤcken zu⸗
gekehrt ſtellte und ihn hieß, ſich niederzubücken und
ſie durch ſeine Beine zu betrachten. Er ſagte, dieß gebe der Ruine ein ganz verſchiedenes Anſehen; die Leute


