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den Prairien ſchon mehr gekreuzt hätten, abzuſenden, um unſere Gefährten zu ſuchen.
Wir eilten alſo in der Richtung fort, in welcher wir das Lager zu finden glaubten. Unſere müden Pferde konnten kaum zu einem raſchen Schritt gebracht werden. Die Dämmerung nahm zu; die Landſchaft hüllte ſich in ſchwarze Schatten; vergebens ſuchten wir einzelne Merk⸗ zeichen wieder zu finden, die wir am Morgen beachtet hatten. Der Charakter der Prairien iſt ſo einförmig, daß nur der Indianer und der erfahrene Jäger ſich nicht trügen. Endlich brach die Nacht ein. Wir hofften, die fernen Scheine der Lagerfeuer zu ſehen; wir lauſchten, um den Klang der Glocken am Halſe unſerer weidenden Pferde zu hören. Ein⸗ oder zweimal glaubten wir ihn zu vernehmen. Wir irrten. Man hörte nichts als das einförmige Concert der Inſekten und dann und wann das ſchauerliche Geheul der Wölfe, das ſich mit dem Nordwind vermiſchte. Wir begannen zu überlegen, ob wir nicht für die Nacht Halt machen und im Schirme eines Laubdaches bivouaquiren ſollten. Wir hatten Feuer⸗ zeug; an Brennſtoff fehlte es uns nicht; die Zungen un⸗ ſerer Büffel verſprachen ein hinreichendes Abendmahl.
Wir wollten eben abſteigen, als wir den Knall einer Büchſe und den Klang des Horns hörten, das die Nacht⸗ wache rief. Wir eilten in dieſer Richtung vorwärts und ſahen bald die Lagerfeuer in der Ferne aus dem dichten Laubwerk eines angeſchwemmten Bodens leuchten.
Als wir in das Lager kamen, bot es ſich als einen


