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gung vorüber war, konnte ich nur mit Mitleiden auf das arme Thier blicken, das zappelnd und blutend zu mei⸗ nen Füßen lag. Selbſt ſeine Größe und Bedeutſamkeit, die meinen Eifer vorher erhöht hatten, vermehrte nun mein Leidweſen. Es war mir, als ſtehe der Schmerz, den ich dem Thiere verurſacht, im Verhältniß zu der Größe meines Opfers und als hätte ich hundertfach mehr Leben zerſtört, als wenn ich ein Thier von ge⸗ ringerer Größe getödtet hätte.
Der lange Todeskampf vermehrte dieſe zu ſpäten Gewiſſensſerupeln. Es hatte ſichtbar eine tödtliche Wunde erhalten, aber der Tod konnte noch lange zögern. Ich konnte es nicht verlaſſen, um, noch lebendig, von den Wölfen zerriſſen zu werden, die ſein Blut bereits gewit⸗ tert hatten und in der Ferne lauerten und heulten und meines Weggangs harrten, oder um eine Beute der Raben abzugeben, die umher flatſchten und ihr trauri⸗ ges Krächzen in der Luft hören ließen. Es war jetzt ein Werk des Erbarmens, es zu tödten und ſein Elend zu enden. Ich that daher Pulver auf die Zündpfanne einer der Piſtolen und trat nahe zu dem Büffel. Es war etwas ganz anderes, ſo kaltblütig Feuer zu geben, als in der Hitze der Jagd zu ſchießen. Ich wollte ihn hinter der Vorderſchulter treffen und die Piſtole verſagte diesmal nicht; die Kugel mußte durch das Herz gegangen ſein, denn das Thier zuckte krampfhaft und ſtarb.
Während ich über das ſo muthwillig von mir hin⸗ geſtreckte Wrack nachſann und moraliſirte, und mein


