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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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zweiflung zum Widerſtande gereizt, ſchnell wieder flüch⸗ tigen Fußes wurde. Sobald ich mein von Schrecken außer ſich gebrachtes Pferd wieder zuſammen nehmen und friſches Pulver auf die Zündpfannen meiner Piſto⸗ len thun konnte, eilte ich dem Büffel wieder nach, der ſeine Eile gemindert hatte, um Athem zu ſchöpfen. Als ich ihm nahe kam, brach er wieder kräftig auf, ſich in einem ſchweren rollenden Galopp vorwärts ſtürzend und in toller Haſt durch Buſchwerke und Klüfte brechend, während Rehe und Wölfe, durch ſeinen donnernden Lauf aus ihrem Lager aufgeſchreckt, rechts und links durcheinander über die Oede dahin jagten.

Ein Galopp über die Prairien, um Wild zu ver⸗ folgen, iſt kein ſo bequemer Ritt, wie ſich die es wohl denken, welche nur die Vorſtellung von einer offenen gleichen Ebene haben. Es iſt wahr, die Prairien der Jagdgebiete werden von blühenden Pflanzen und langen Gräſern nicht ſo dicht überwachſen, wie die untern Prai⸗ rien, und ſind hauptſächlich mit kurzem Büffelgras be⸗ deckt; aber Hügel und Thäler wechſeln hier, und wo der Boden am ebenſten iſt, finden ſich tiefe Spalten und Schluchten, welche Regenſtröme verurſachten, und die, aus der ebenen Fläche ziehend, für den Weg des Jägers faſt wie Fallgruben ſind, die ihn im vollen Laufe des Pferdes aufhalten, wenn er nicht Leib und Leben ge⸗ fähren will. Auch ſind dieſe Ebenen voller Lagerhöhlen kleinerer Thiere, in welchen das Pferd bis über die Knie einſinkt und mit dem Reiter niederſtürzt. Der letzte

Irving's Reiſe. 14