Druckschrift 
Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
Einzelbild herunterladen

— 25—

edle Antlitz und das freie Benehmen des jungen Oſagen mit den finſtern Zügen und dem übermüthigen Betragen des Grenzmannes verglich, war ich nicht ſehr zweifel⸗ haft, weſſen Rücken die Peitſche am erſten verdienen möchte.

Da der alte Lycurg oder vielmehr der Draco der Grenze ſich in dieſer Weiſe gezwungen ſah, mit der Habhaftwerdung ſeines Pferdes ſich zu begnügen, ohne die Freude zu haben, den Finder obendrein zu peitſchen, begab er ſich murrend, von ſeinem Bruder Sauatter gefolgt, auf den Rückweg.

Den jungen Oſagen angehend, ſo waren wir alle zu ſeinen Gunſten eingenommen, vorzüglich hatte der junge Graf mit der ganzen Wärme, die ſeinem Alter eigen iſt und ſeinem Charakter entſprach, ſich ganz in ihn verliehbt— was auch geſagt werden mochte, er mußte den jungen Oſagen zum Gefährten und Knappen bei dem Zug in die Wildniß haben. Der Jüngling war leicht überredet und wendete, mit der Ausſicht eines ſichern Beſuches der Büffel⸗Steppen, und dem Ver⸗ ſprechen eines neuen Umſchlagetuches, ſeinen Zügel, ließ das Moor und das Lager ſeiner Freunde hinter ſich und ſchickte ſich an, dem Grafen bei ſeinen Wanderun⸗ gen auf der Spur der Oſage⸗Jäger zu folgen. Der Art iſt die herrliche Unabhängigkeit des Menſchen im wilden Leben. Dieſer Jüngling war mit ſeiner Büchſe, ſeinem Pferde und ſeinem Umwurf augenblicklich bereit, die Welt zu durchſtreifen; er führte ſein ganzes irdiſches

3*¾