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Stuyveſant in gewiſſenhafter Uebung. Neujahr war ein Tag der offenſten Freigebigkeit, der fröhlichſten Späße, der wärmſten Begrüßungen, wo der Buſen von guter Compagnieſchaft überfloß und eine reichliche Tafel mit un⸗ genirter Freiheit und ehrlicher breitmäuliger Luſtigkeit be⸗ dient wurde, die man in dieſen Tagen der Entartung und Verfeinerung gar nicht mehr kennt. Die Kirchen⸗ feſte Paas und Pinrter wurden in ſeinen Beſitzungen ſtreng gehalten, und der St. Nikolaustag durfte nicht verſtreichen, ohne daß Geſchenke gegeben, der Strumpf in den Schornſtein gehängt und die anderen Ceremonieen gemacht wurden.
Einmal im Jahre, auf den erſten April, pflegte er ſich in voller Uniform zu zeigen, es war der Jahrestag ſeines Triumpheinzugs in Neu⸗Amſterdam, nach der Ein⸗ nahme von Neu⸗Schweden. Dieß war immer eine Art von Saturnalien unter den Dienſtboten, wo ſie ſich die Freiheit nahmen, zu ſagen und zu thun, was ihnen ein⸗ fiel; an dieſem Tage war ihr Herr ſehr ausgelaſſen, ſpaß⸗ haft und kurzweilig, er ſchickte die alten grauköpfigen Neger nach Taubenmilch in den April, mit Allen trieb er ſeinen Schabernack, und ſie machten ſich eine Ehre daraus, ihrem alten Herrn zur Zielſcheibe des Witzes zu dienen. So herrſchte er glücklich und zufrieden über ſein Land — beleidigte und beneidete Niemanden— wurde durch keine auswaͤrtigen Kämpfe, durch keine innerlichen Bewegungen in Unruhe und Verwirrung gebracht— die gewaltigen Her⸗ ren der Erde, welche vergebens danach trachten, Frieden
Irb gs Geſch. v. New⸗ York. 19


