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Humoristische Geschichte von New-York : von Anbeginn der Welt bis zur Endschaft der holländischen Dynastie ; in sieben Büchern / von Dietrich Knickerbocker
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die ganze Verſammlung sine die, indem er ſie mit ſei⸗ nem hölzernen Fuß die Stiege hinabtrat.

Sobald die Burgermeiſter ſich von der Verwirrung erholen konnten, worein ſie ihr plötzliches Abſchiednehmen verſetzt, und wieder ein bischen Zeit hatten, um freien Athem zu ſchöpfen, proteſtirten ſie gegen das Benehmen

ddees Gouverneurs, das ſie ohne Bedeuken tyranniſch, an⸗

ticonſtitutionell, höchſt unanſtändig und etwas unehrerbie⸗ tig zu nennen wagten. Dann beriefen ſie eine Volksver⸗ ſammlung, wo ſie ihre Proteſtation ablaſen, dann in ei⸗ ner präparirten Rede die Menge anredeten und in allen Details, mit gehöriger Ansmalung und Uebertreibung, das despotiſche und rachſüchtige Betragen des Gouver⸗ neurs ſchilderten, indem ſie erklärten, daß, was ſie ſelber betreffe, ſie ſich nicht ſo viel daraus machten, geſchlagen, geworfen und mit dem hölzernen Bein Seiner Exrcellenz getreten zu werden, daß ſte aber wohl wüßten, wie ſehr die Würde des ſouverainen Volks verletzt worden ſey durch eben jene Stöße auf den Sitz der Ehren ihrer Re⸗ präſentanten. Dieſer letzte Theil der Rede machte einen heftigen Eindruck anf das Zartgefühl des Volks, indem es auf einmal jene verletzbare Empfindung und jenen ei⸗ ferſüchtigen Charakterſtolz zeigte, in welchen ſich jeder wahre Pöbel zu kleiden weiß, der zwar Injurien ohne Murren verträgt, doch erſtaunlich eiferſüchtig iſt auf ſeine ſouveraine Würde und man kann nicht wiſſen, zu welcher gewaltthätigen Handlung der Rache ſie ſich getrieben gefühlt hätten, wären dieſe ſchmierigen Schufte 18*