— 274—
rend er in dieſem gereizten Zuſtande war, kam ein Cou⸗ rier in aller Eile von Winthrop, dem feinen Gouverneur von Connecticut, der ihm in den theilnehmendſten Aus⸗ drücken rieth, die Provinz zu übergeben und ſich den Gefahren und dem Elend zu entziehen, welches eine Wei⸗ gerung zur Folge haben würde. Welcher Moment war das zu einer Dienſtfertigkeit ſolcher Art bei einem Manne, der nie in ſeinem ganzen Leben einen guten Rath ange⸗ nommen hatte!— Der feurige alte Gouverneur tappte auf und ab im Zimmer, mit einer Heftigkeit, die den Her⸗
zen ſeiner Räthe große Angſt einflößte— ſie beklagten
zugleich ſein unglückliches Schickſal, das ihn zum Spiel⸗ ball rebelliſcher Unterthanen und jeſuitiſcher Freunde machte.
Grade in dieſem übelgewählten Moment kamen die
geſchäftigen Burgermeiſter, die nun ſehr auf ihre Rechte
dachten und von der Ankunft geheimnißvoller Depeſchen gehört hatten, ins Zimmer gerückt mit einer Legion von Schöffen und Krötenfreſſern hinter ihnen her, und ver⸗
langten den Brief zu leſen. So von einer infamen Pö⸗
belrottes wie er ſie nannte und grade in dem Augenblick, wo er durch die Botſchaft von Außen ſo gereizt war, überfallen zu werden, war zu viel für die Wuth Peters.
Er zerriß das Schreiben in tauſend Stücke und warf es
dem nächſtſtehenden Burgermeiſter ins Geſicht— zerbrach über dem Kopf des zweiten ſeine Pfeife— ſchleuderte ſein Spukkäſtchen auf einen unglücklichen Schöffen, der grade ſehr weiſe aus der Thüre retirirte, und vertagte


