zu ſehen bekämen.“ Der alte Herr antwortete ſehr ſtolz, ſie ſolle ſich keine Ungelegenheiten machen, er habe da drinnen(auf den Mantelſack deutend) einen Schatz, der ihr ganzes Haus aufwiege. Da er nie etwas anderes zur Antwort gab, auch bedeutende Männer zu Verwand⸗ ten hatte, ſo wollte ſie ihn am Ende frei bei ſich hauſen laſſen, wenn er nur ihren Kindern dafür Unterricht im Buchſtabiren geben wollte, vielleicht auch noch den Nach⸗ barskindern dazu; aber das nahm der alte Herr gewaltig übel und ſie durfte nicht wagen, dieſe Saite je wieder zu b erühren.
Ungefähr zwei Monate darauf ging er eines Morgens mit einem Bündelchen in der Hand aus— und ließ nichts weiter von ſich hören. Alle Nachforſchungen waren vergebens, eben ſo verſchiedene Anzeigen in den Zeitungen.
Nun glaubte meine Frau, daß wir nicht länger ſäu⸗ men dürften, uns ſeiner Habe zu bemächtigen. Im Bei⸗ ſeyn ſeines Freundes, des Stadtbibliothekars, ſchritten wir zur Eröffnung ſeines Mantelſacks. Aber es fand ſich darin nichts als Stücke von alten zerriſſenen Hoſen und ein dicker Stoß beſchriebenes Papier. Dieſes letztere wollte der Bibliothekar für den Schatz gehalten haben, da es eine treffliche und gewiſſenhaft treue Geſchichte von New⸗York ſey, welche herauszugeben er uns ſehr anrieth, da wir damit unſere Rechnung zehnfach be⸗ zahlt bekämen. Ein ſehr gelehrter Schulmeiſter, der Lehrer unſerer Kinder, hat ſich an dieſe Arbeit gemacht und viele ſchätzbare Anmerkungen beigefügt.
Dieß ſind alſo die Gründe, warum ich das Buch ge⸗
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