Nachricht uͤber den Verfaſſer.
Wenn ich mich recht erinnere, ſo war es im Herbſt 1808, daß ein Fremder in's Independent⸗Columbian⸗ Hotel in der Mulberry⸗Straße kam, deſſen Gaſtwirth ich bin, und ein Logis begehrte: ein kleiner, grämlich ausſehender alter Herr in einem abgeſchabten ſchwarzen Rock, olivenfarbenen ſammtnen Beinkleidern und einem kleinen aufgekrempten Hut. Seine wenigen grauen Haare waren glatt nach hinten geſtrichen und ſein Bart ſtand in Stoppeln von circa 48 Stunden. Der einzige Staat, den er an ſich hatte, waren ein Paar viereckige ſilberne Schuhſchnallen, und ſein ganzes Gepäck beſtand aus ei⸗ nem Felleiſen, das er unterem Arm trug. Sein Aeuße⸗ res hatte etwas Außergewöhnliches, und meine Frau, welche einen geübten Blick hat, erklärte ihn auf der Stelle für einen bedeutenden Landſchulmeiſter.
Da wir nicht viel Platz in unſerm Gaſthof haben, wußte ich nicht recht, wohin mit ihm. Aber meine Frau, welcher er beſonders zu gefallen ſchien, gab ihm ſogleich unſer Familienzimmer, mit unſern Silhouetten von be⸗ rühmten Meiſtern geſchmückt und mit ſchöner Ausſicht auf die Straße, gerade dem Spital gegenüber.
Die ganze Zeit, wo er bei uns wohnte, fanden wir einen gutmüthigen alten Mann an ihm, der aber ein we⸗ nig wunderlich war. Er blieb ganze Tage auf ſeinem Zimmer, und wenn in ſeiner Nähe eins von den Kindern ſchrie oder lärmte, ſo ſprang er plötzlich mit einer Hand voll Papiere heraus, und ſprach von Conſuſion in ſei⸗


