Teil eines Werkes 
10.-12. Bdchen (1829)
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Luis ſchiffte nach Hispanſola über, blieb aber nicht lange dort. Er fand, daß ſeine Wuͤrden und Privilegien nur Quellen von Chikanen waren, und ging endlich einen Ver⸗ gleich ein, welcher ihm Erleichterung gewaͤhrte und den Koͤnig erfreute. Er gab alle jene Anſpruͤche als Vicekoͤnig der neuen Welt auf und nahm an ihrer Statt den Titel Herzog von Veragua und Marquis von Jamaika an.*) Er vertauſchte auch das Recht auf den zehnten Theil des Er⸗ trages von Indien mit einem Jahrgehalte von tauſend Dublonen in Gold.**)

Don Luis erfreute ſich nicht lange dieſes Erſatzes einer gewiſſen, doch ſehr maͤßigen Einnahme fuͤr einen glaͤnzen⸗ den, doch unfruchtbaren Anſpruch. Er ſtarb kurz darauf und hinterließ keinen andern maͤnnlichen Sproͤßling als einen natuͤrlichen Sohn, Namas Chriſtoval. Mit ſeiner Gemahlin Donna Maria de Mosquera hatte er zwei Toͤch⸗ ker, Philippa und Maria, die letztere wurde Nonne in dem Kloſter St. Quirce in Valladolid.

Don Luis hatte keinen rechtmäͤßigen Sohn; ihm folgte daher ſein Neffe Diego, Sohn ſeines Bruders Chriſtoval. Zwiſchen dieſem jungen Erben und ſeiner Baſe Philippa, Tochter des verſtorbenen Don Luſs kam es zum Proceß. Auch das Kloſter St. Quirce that Einſpruch wegen ſeiner Genoſſin Donna Maria, welche den Schleier genommen

*) Charlevoix hist. St. Domingo c. 1. lib. VI., pp. 446 447. **) Spotorno hist. Colomb,. p. 123,

Irving's Columbus, 1012, 3