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Afrika hatte man eine große Anzahl Sclaven hinuͤberge⸗ bracht, da man dieſe fuͤr die Zucker⸗Plantagen brauchbarer fand, als die ſchwaͤchlichen Indianer. Die Behandlung der armen Neger wurde aͤußerſt grauſam und ſie ſchienen ſelbſt unter den Menſchlicheren keine Beſchuͤtzer gefunden zu ha⸗ ben. Die Sclaverei der Indianer war auf das Recht des Staͤrkeren gegruͤndet; aber die Neger, dachte man, ſeyen nach ihrer Farbe zu Sklaven geboren, und da ſie in ihrem eignen Lande gekauft und bezahlt worden, ſey dieſes ihr natuͤrliches Loos. Wie geduldig und ausdauernd auch dieſes Geſchlecht iſt, ſo reizten doch am Ende die über ſie ver⸗ haͤngten Grauſamkeiten die Neger zur Rache und am 27. Dezember 1522 brach der erſte Aufſtand der Afrikaner auf Hispaniola aus. Er begann in einer Zuckerplantage des Admirals Don Diego, wo ungefaͤhr zwanzig Sclaven, welche mit einer gleichen Zahl aus einer benachbarten Plankage zuſammentrafen, ſich Waffen aneigneten, gegen ihre Zucht⸗ meiſter aufſtanden, ſie ermordeten und ſich in das offene Land fluͤchteten. Es war ihre Abſicht, einige Plantagen zu
pluͤndern, die Spanier zu erſchlagen, ſich durch die Befreiung ihrer Landleute zu verſtaͤrken, und entweder in den Beſitz der Stadt Agua zu kommen, oder in die Berge zu entfliehen.
Wie die Nachricht von dieſem Aufruhr zu Don Diego in San Domingo gelangte, ging er, von mehreren der vor⸗ nehmſten Einwohner begleitet, um die Rebellen aufzuſuchen⸗ Am zweiten Tage machte er an dem Ufer des Fluſſes Nizao Halt, um mit ſeinem Trupp auszuruhen und den Verſtaͤr⸗ kungen Zeit zu laſſen, ihn einzuholen. Hier erfuhr einer


